Ungefähr die Hälfte der Migranten weltweit sind Frauen. Sie kommen nach Europa aus wirtschaftlichen Gründen, als nachkommende Familienmitglieder oder als Asylbewerber und Flüchtlinge. Sie bilden eine große und kulturell diverse Masse. 2009 verzeichnete die Europäische Union (EU) 14,9 Millionen weibliche Einwanderer in ihren 27 Mitgliedsstaaten, was ungefähr 47,3% aller im Ausland geborenen Menschen darstellt. Jedoch gehören Migrantinnen zu den am stärksten benachteiligten sozialen Gruppen was Arbeit und Gesellschaft betrifft. Statistiken zeigen, dass sie im Durchschnitt schlechter verdienen, meist in wenig qualifizierten Positionen arbeiten, oder gar arbeitslos sind.

Das Regelwerk der Migrationsarbeit des Europarats (2011) betont den Wert des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (CEFR) für die Integration von Migranten und Personen mit Migrationshintergrund.

Zudem ermöglicht die Lernförderung einer Zweitsprache Müttern mit Migrationshintergrund ein besseres Verständnis der Staatsbürgerschaft und bereitet sie auf die Institutionen vor, welche während der Erziehung der Kinder, aber auch im späteren Leben von Bedeutung sind.

Das Projekt zielt auf die Erarbeitung und Erprobung von Methodiken und Mitteln ab, um Mütter mit Migrationshintergrund mit Kindern im Alter zwischen 2 und 6 Jahren in ein sprachliches und inhaltliches Integrationstraining einzubinden. Ein Kurs soll dabei in allen Partnerländern angeboten werden, um Müttern Zweitsprache, sowie Inhalte zu Familienplanung und aktiver Staatsbürgerschaft näherzubringen. Dies umfasst unter anderem grundlegende moderne Kommunikationstechnologie (Internet und E-Mail), Kinderpflege, Informationen zu Kinderbildungseinrichtungen in den Gastländern, Staatsbürgerschaft, Ernährung und Gesundheit, etc.

Die Kursinhalte orientieren sich dabei an der Lebenswelt und an den Alltagsproblemen der Betroffenen, und versuchen vor allem jene anzusprechen, die aufgrund eines bildungsfernen Hintergrundes nicht mit Unterrichtssituationen vertraut sind und daher eine formale Aus- bzw. Weiterbildung meiden.

Neuartig hierbei ist, dass Eltern durch die in der Zweitsprache durchgeführte Interaktion mit ihren Kindern diese Fähigkeiten erlernen können.

Zur Förderung des Lernens wird ebenfalls eine Reihe von Lehreinheiten auf Video aufgenommen und den TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

Die Projektkoordination liegt bei CIDI (Italien) und wird zusammen mit Partnerorganisationen aus Österreich, Zypern, Schweden und Spanien durchgeführt.

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Finanzierung

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
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Project Number 540030-LLP-1-2013-1-IT-GRUNDTVIG-GMP “Mothers and Children in L2”

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